Posted On 10/10/2017 By In News/ Berichte With 3928 Views

Saisonabschluss mit der Stunde der Formel Vau

Zeitumstellung: Stunde der Formel Vau

47 Formel Vau und Super Vau-Rennfahrzeuge, 51 FahrerInnen, davon 16 Erststarter. So lautete bereits vor dem Start die erfreuliche Bilanz der erstmalig ausgefahrenen „Stunde der Formel Vau“, einem einstĂŒndigen GleichmĂ€ĂŸigkeitswettbewerb mit zeitlich vorgegebenem Pflichtboxenstopp.

Bei der administrativen Abnahme am Donnerstagabend gab es als Giveaway fĂŒr die Aktiven erst mal eine Parkscheibe mit dem Logo der neuen Veranstaltung in Uhrenform. FĂŒr den Boxenstopp – so wurde den Aktiven mit einem Augenzwinkern mitgeteilt. Abweichungen werden am Ende der Boxengasse geahndet.

Trotz heftigem Regen war die Stimmung bei den Vau-lern ausgezeichnet. Der DMV hatte erstmalig zum Saisonfinale eingeladen und glĂ€nzte gleich bei der Premiere mit einer ĂŒberzeugenden Organisation.

Das neue Clubsportformat der „Stunde der Formel Vau“ bietet einmal pro Jahr zum Saisonabschluss viel Formel Vau-Fahren und den einmaligen born to be vee-Geist – mal so ganz ohne die Anspannungen bei MeisterschaftslĂ€ufen. Diese Idee kam offenbar gut an und es konnten 16 (!) Erststarter begrĂŒĂŸt werden, fĂŒr die es im Anschluss an die Fahrerbesprechung mit Rennleiter Franz-Josef Serr nochmals eine gesonderte Einweisung gab. Alle machten ihre Sache prima und hatten ihren großen Spaß. Dieser war zunĂ€chst sowohl im freien wie auch im Zeittraining deutlich feuchter Natur. Herausfordernd fĂŒr alle, insbesondere fĂŒr jene, die erstmalig bei einer offiziellen Veranstaltung im Cockpit saßen. Umso mehr Respekt und Anerkennung gilt ihnen. Alle Aktive ließen es ruhig angehen, so dass die meisten der ungezĂ€hlten Dreher ohne Folgen blieben.

Zum ersten Male dabei als (nicht immer jugendliche 😉 Erststarter: Maria Nachbar in „Fahrgemeinschaft“ mit Richard Nachbar, Tim Renn, Kenneth Schlientz, Lara-Luisa Link, die Gewinnerin des Sichtungslehrgangs der Historischen Formel Vau Europa 2017 in Chambley in Fahrgemeinschaft mit Philipp Orthey, Karl-Eugen Moser, Wilfried Wittkuhn vom legendĂ€ren Team „Wittkuhn Racing Team“ in Fahrgemeinschaft mit Sohn Marco, Toni Sieber zusammen mit Vater Ingolf, RĂŒdiger MĂŒller, Thomas Renn, Johann Wanger aus Liechtenstein (den LCR-Chef Louis Christen tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzte), Manfred Kluth im Fahrgemeinschaft mit Markus von Haken, Daniel Havermans im neu aufgebauten Horag im Team mit Vater Patrick, Oswin BĂŒchl, Markus Heimburger zusammen mit RĂŒdiger Mager im Duscholux-ASS-Lola, und Sven Groß im Mega. Damit ist ein Teil des Konzeptes der Stunde der Formel Vau voll aufgegangen.

Ganz eindrucksvoll war es anzusehen, wie engagiert und ambitioniert die Erststarter zu Werke gingen. Schrauben, fragen, planen, Strategie ĂŒberlegen 
 Mittendrinn statt nur dabei.

Im Zeittraining gab es nur zwei bis drei einigermaßen trockene Runden. Dann regnete es immer heftiger. Wer es schaffte, seine schnelle Runde zu Beginn zu setzen, hatte GlĂŒck, die anderen mussten sich dahinter einsortieren. Das Ganze war durch zwei Rotphasen garniert, die es umso schwieriger machten, sich zu positionieren. Vorne stand letztlich Erststarter Oswin BĂŒchl – seines Zeichens Motorenbauer fĂŒr die Klasse 5-Fahrzeuge. Dahinter RĂŒdiger Mager in der “Duschkabine“ vor Franz Kapeller im „Schweizer Uhrwerk“ von Max Kohler, Wolfgang Götz im Veemax, Joe Welzel, der Technikprobleme beklagte und ĂŒberraschend im Klasse 3-Kaimann, die WittkĂŒhner. Es folgten Andreas Mundt, Thomas „TC“ Cramer, Serienkoordinator Tom Eder und Einvergasermann Robin Kluth, der die Top-Ten komplettierte.

Viele Besucher und Ehemalige gaben der Formel die Ehre – trotz der eher suboptimalen WetterverhĂ€ltnisse. Im Vereinszelt gab es AufwĂ€rmmöglichkeiten mit Essen und Trinken – und natĂŒrlich mit vielen Benzin- und andere Vau-GesprĂ€che.

Am Samstag fand dann die „Stunde der Formel Vau“ ganz ohne BewĂ€sserung von oben statt. Nach einem eindrucksvollen GRID-Bild im Motodrom – Motto: Das ganze Motodrom voll mit Formel Vau – ging das Feld auf eine einstĂŒndige Reise mit Pflichtboxenstopp. Dieser hatte zwischen der 10ten und 50sten Minute zu erfolgen. Einschließlich In- und Outlap musste dieser Boxenstopp mindestens 10 Minuten und maximal 15 Minuten dauern. Im Falle des Nachtankens hatte der Fahrer auszusteigen, der Motor war abzustellen und eine Person mit einsatzbereitem Feuerlöscher musste sich in der NĂ€he des Fahrzeuges befinden. Die Boxenstopps gingen wie der gesamte Lauf völlig ohne ZwischenfĂ€lle ĂŒber die Stunde. Ob die ausgehĂ€ndigten Stunde der Formel Vau-Parkscheiben allerdings konsequent zum Einsatz kamen, kann der Chronist nicht zuverlĂ€ssig zu Protokoll geben. Die Fahrer und Aktiven hatten in dem regen Treiben ihren Spaß – es wurde eifrig gerechnet und bei manchen auch dann getankt, wenn es nicht unbedingt nötig gewesen wĂ€re. Boxenkoordinator Gerold Link vom Junior Team Lara-Luisa und Philipp Orthey erwog denn auch, den ĂŒberflĂŒssigen Sprit noch in der Box an Nachbarteams zu verkaufen 
 (EindrĂŒcke vom Boxenstopp des Junior-Teams hier)

(EindrĂŒcke vom Boxenstopp Tom Eder hier)

 

Die Bilder in der Boxengasse und auf der Strecke sprachen fĂŒr sich. Und auch diejenigen nach der Zieldurchfahrt und bei der Einfahrt in den Parc Ferme. Schon da deutete sich an: Wir machen das wieder! Das ist klasse und kann begeistern.

Nachdem die Teams ihr Equipment letztmalig in der Saison 2017 zusammengepackt hatten, ging es ab 18.00 Uhr bei strömenden Regen (!) im Formel Vau-Zelt mit der Saisonabschlusssause los. Eingeladen waren alle Streckenposten, Marshalls, die Rennleitung und die Helfer der Organisation. Rennsportfreund Manfred Nord hatte dazu GetrĂ€nke und Essen (Saumagen und BratwĂŒrstel) gesponsort. Sowohl die GĂ€ste wie auch die Formel Vau-ler fanden es toll, gemeinsam die Saison ausklingen zu lassen. Den Formel Vau-lern war es Ehre und VergnĂŒgen, denjenigen, die ihnen die AusĂŒbung ihres Sports ermöglichen, eine kleine symbolische Anerkennung zurĂŒckzugeben. Danke!

Dann fand in allerbester Stimmung die Siegerehrung statt. Geehrt wurden gemĂ€ĂŸ Rahmenausschreibung die Klassensieger sowie die ersten fĂŒnf der Gesamtwertung. Sie erhielten als TrophĂ€en Uhren, gestiftet von www.zeitumstellung.jetzt. Zudem war vom DMV fĂŒr den besten jugendlichen Starter ein Ehrenpreis ausgeschrieben. Der Gesamtsieger erhielt zudem den stilvoll mit VW-Teilen gestalteten Hoosier-Wanderpokal fĂŒr die Stunde der Formel Vau. Und dazu einen Gutschein ĂŒber einen Satz Hoosier-Reifen. Auch die besten drei der 12 genannten Teams (mit jeweils zwei Fahrzeugen und kreativ ausgedachten Teamnamen versehen) wurden sehr reichlich mit Artikeln aus dem Hause Ravenol bedacht.

Derart beglĂŒckt und in bester Stimmung wurden dann beim KaltgetrĂ€nk auch die Zeitenlisten in den Blick genommen – und es entstanden erste Fragen zum Wertungsmodus. Laut Rahmenausschreibung sollten die 8 besten Runden im Vergleich zur schnellsten Runde Grundlage der Wertung sein – sowie ein in den zeitlichen Grenzen absolvierter Boxenstopp. Das wurde aus den Zeitenlisten vor Ort allerdings nicht zweifelsfrei ersichtlich. Aber es deutet sich bereits am Abend an, dass irgendetwas nicht stimmte. Der Rest der Hypothesen- und Theoriebildung fand dann in der Saisonabschlusssausse eine stimmungsvolle Fortsetzung, der den Geist der Formel Vau – born to be vee – spĂŒrbar werden ließ.

 

Zeitumstellung

Dass der Sponsoren-Slogan von derartiger Bedeutung sein könnte, hatte wohl niemand auf der Uhr, auch nicht der Projektleiter der Stunde der Formel daselbst – hier als Autor zugange. Die PrĂŒfung am Montag ergab jedoch tatsĂ€chlich, dass die Zeitnahme trotz dreimaligen Briefings durch Wolfgang Götz und mich es geschafft hatte, ein falsches Programm fĂŒr die Auswertung zu verwenden. Und es uns gelungen war, das zu ĂŒbersehen.

Zeitumstellung heißt deshalb jetzt, dass es fĂŒr die Stunde der Formel Vau neben der Tatsachenwertung vor Ort eine neue Wertung gem. Rahmenausschreibung gibt, die auch bereits verfĂŒgbar ist und folgende Änderungen aufweist.

Die in Hockenheim geehrten Vau‘ler behalten ihre Preise, die Sieger und Platzierten gem. Rahmenausschreibung werden im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 17.02.2018 mit gleichwertigen TrophĂ€en geehrt.

 

Tatsachenwertung vor Ort gem. Auswertung der Zeitnahme Korrigierte Wertung gem. Rahmenausschreibung
Gesamtsieger Manfred Benninger Hugo Sewing, 502 Pkt.
2. Platz gesamt Stefan Wind Manfred Benninger, 511 Pkt.
3. Platz gesamt Wolfgang Rafflenbeul Benjamin Havermans, 575 Pkt.
4. Platz gesamt RĂŒdiger Mager Franz Kapeller, 695 Pkt.
5. Platz gesamt Robin Kluth Thomas Cramer, 756 Pkt.
Sieger Klasse 1 Sarah Havermans Manfred Nord, 1410 Pkt.
Sieger Klasse 2 Wolfgang Rafflenbeul Hugo Sewing, 502 Pkt.
Sieger Klasse 3 RĂŒdiger MĂŒller Heinz Hartmann, 1051 Pkt.
Sieger Klasse 4 Siegfried Fischer Tom Ernst, 1332 Pkt.
Sieger Klasse 5 RĂŒdiger Mager Franz Kapeller, 695 Pkt.
Sieger Klasse 7 Manfred Benninger Manfred Benninger, 511 Pkt.
DMV-Ehrenpreis fĂŒr den besten jugendlichen Starter Sarah Havermans Sarah Havermans, 2236 Pkt.
Teamwertung Platz 1 Team Fossil

Joe Welzel und Manfred Benninger

Schnell & Langsam, 1972 Pkt.

GĂŒnter Filthaut und Heinz-Peter Hartmann

Teamwertung Platz 2 Team RoSa

Robin Kluth und Sarah Havermans

Team Fossil, 2012 Pkt.

Joe Welzel und Manfred Benninger

Teamwertung Platz 3 Team DiSaHo

Dieter und Sascha Hofbeck

Team Nord, 2292 Pkt.

Manfred Nord und Stephan Gremler

Korrigierte Ergebnislisten unter: http://formel-vau.eu/formel-vau/ergebnisse/

Den Siegern und Platzierten beider Wertungen ganz herzlichen GlĂŒckwunsch!

Ein großes Dankeschön geht an alle Aktiven, Teams und unsere Helfer vor Ort fĂŒr diese bis zur Wertung toll gelungene Premiere der Stunde der Formel Vau. Und an die Sponsoren Hoosier und Ravenol fĂŒr die wertigen Sachpreise.

Als Projektleiter bitte ich die entstandenen UmstÀnde zu entschuldigen

Manchmal ist es eben Zeit fĂŒr eine Zeitumstellung 😉

 

Text: Frank Orthey

Fotos: Klaudia Schrattenecker, Carla Muijss, Astrid Orthey, Sabine Link

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