Posted On 21/10/2023 By In Highlights, News/ Berichte With 381 Views

Nick Wittkuhn ist Gesamtsieger der DMV Formel Vau 2023

Ein ganz Junger hat es im vergangenen Jahr der alten Riege gezeigt: Der Essener Nick Wittkuhn gewinnt in 2023 im Alter von 21 Jahren die Gesamtwertung der DMV Formel Vau. Und das auf überzeugende Weise…

Nick ist der jüngste Spross der „Wittkuhn-Dynastie“, einer Essener Familie, der Motorsport im Blut liegt. Schon Großvater Winfried, der noch heute – gemeinsam mit Nick — die Formel-Vau-Rennwagen der Familie aufbaut, hat sich auf den Rennstrecken der Welt eine Namen gemacht: er fuhr mit seinen hochgetuneten Käfern auf der Rundstrecke und bei Beschleunigungsrennen. Auch Vater Marco startete bei Beschleunigungsrennen, wechselte später dann zur historischen Rennszene, genauer: der Formel Vau. Damit war auch Nick schnell für die historischen Renner begeistert. Mit Kartrennen bereitete er sich auf die Formel-Renner vor. Und half Vater und Großvater im Fahrerlager der Historischen Formel Vau Europa. Schon mit 17 durfte er dann ans Steuer seines „Meisterautos“, einem wunderschönen Kaimann Zweivergaser aus dem Jahre 1972. Und zeigte dabei schon früh eine perfekte Mischung aus Lernwillen, Konstanz und fahrerischem Können. Auch in puncto Speed steigerte er sich kontinuierlich. Heute gehört die Kombination Kaimann/Wittkuhn zu den schnellsten Zweivergasern im Feld. Dazu ist auch das Thema Technik Nick in Fleisch und Blut übergegangen. Als ausgebildeter KFZ-Mechatroniker bereitet nicht nur das eigene Auto perfekt vor. Immer wieder hilft auch „Konkurrenten“ im Fahrerlager bei Problemen mit den historischen Formel Vaus.
Bei den insgesamt 10 Läufen platzierte sich Nick Wittkuhn zuverlässig unter den Top-10, Highlights waren ein zweiter Platz im 2. Lauf in Hockenheim, ein weiterer 2. Platz im 5. Meisterschaftslauf am Lausitzring sowie der Klassensieg in Most.
Beim Saisonfinale in Zolder folgte noch einmal ein zweiter Platz in seiner Klasse. Damit sicherte sich Nick Wittkuhn mit 438 Punkten die Meisterschaft, vor Eckeardt Guhl (Burkhart) 392 Punkte) und Vater Marco Wittkuhn (Royale, 388 Punkte).
„Schön, dass sich unsere Jugendarbeit so auszahlt“, freut sich der Sprecher der Vorstands Thomas Cramer, über den jungen Meister. „Es wächst eine neue Generation von Fahrern nach, die am historischen Kulturgut, das wir mit viel Liebe pflegen, Freude hat. Die Familie Wittkuhn zeigt, dass Benzin im Blut ganz offensichtlich weitervererbt wird.“

Text: Thomas Cramer
Fotos: Leo Eder, Ulrike Brehmer