“V wie Verantwortung” ist eine Initiative der Historischen Formel Vau Europa e.V., um nachhaltig die Zukunft des Vereins zu sichern. Eine vom Vorstand beauftragte Projektgruppe um die Projektleiter Andreas Mundt und Lothar Panten beschäftigt sich mit der Umsetzung von möglichen MaĂźnahmen. An dieser Stelle veröffentlicht die von Frank Orthey 2019 ins Leben gerufene Gruppe Ihre Konzepte, Ergebnisse und Interessantes rund um das Thema umweltbewusster Motorsport.
Nachhaltigkeit ist eine Vau-Geschichte
Das Startbild beim ersten Auftritt der noch in den Kinderschuhen steckenden Formula Vee auf den Bahamas am 6. Dezember 1963 zeigt es eindrucksvoll: Vorne waren die Käfer gestartet, der schnellste wurde von Dan Gurney pilotiert. Die Formel Vaus starteten eine Minute danach – es wurde ihnen nichts zugetraut. Nach drei Runden bot sich ein ganz anderes Bild, das es auch auf das Titelblatt der englischen „Autospot“ schaffte. Bedeutet: Nachhaltigkeit startet von hinten – aus der Vergangenheit, die wir haben. Um dann schnell nach vorne zu kommen – und dort zu bleiben.
Sie waren gemeinsam gestartet. Die Käfer vorne, damals auf den Bahams 1963. Nach einer Runde sah das Bild nachhaltig anders aus.
Nachhaltig ist die Formel Vau per se: Was ist nachhaltiger, als Teile des meistgebauten PKWs zu nehmen, sie in einen einfachen und stabilen Gitterrohrrahmen zu hängen, etwas Kunststoff drumherum zu pappen und damit „Motorsport für Jedermann“ zu machen? Und das Ganze dann 60 Jahre lang zu benutzen. Diese Umweltbilanz ist nicht so leicht zu toppen in ihrer Nachhaltigkeit.
Ausgewählte Teilprojekte und Aktivitäten des Projektes
- Schwerpunkt 2025/2026: Geräuschemissionen. Erhebung (Stand- und Vorbeifahrmessungen mit allen Fahrzeugen), Entwicklung und Evaluierung einfacher Maßnahmen (Ansaug- und Abgasbereich).
- HVO-Pilotversuch für den Betrieb der Zugfahrzeuge: Der HVO-Diesel ist vermehrt im Tankstellennetz verfügbar und soll baldmöglichst Standard beim Betrieb der Zugfahrzeuge werden (seit 2024).
- E-Fuel-Leuchtturm-Teilprojekt „E-Fuel für alle“ in Spa bei der „Stunde der Formel Vau“ 2023.
- Pflanzaktion: Jährlich im Herbst werden 250 Setzlinge im Hockenheimer Stadtwald gepflanzt (seit 2022).
- „Mit Sicherheit: Formel Vau.“ Bei ausgewählten Veranstaltungen (beginnend in Zolder im Oktober 2023) hospitieren Aktive bei der Rennleitung und für zwei Trainingssessions anderer Serien bei den Sportwarten an der Strecke als „Praktikanten“. Sie erhalten dabei Einblicke in die Abläufe an der Rennstrecke und unterstützen nach Maßgabe des jeweiligen Personals vor Ort.
- „Formel-Vau-Kreislaufwirtschaft“: Tauschen – Teilen – Schenken – Helfen im Mitgliederkreis (seit 2023).
- Einrichtung einer „Umweltstation“ im Fahrerlager (2022).
- Ă–lschutzmatten fĂĽr alle (ab 2020).
- Umstellung des Caterings auf Mehrweggeschirr und regionale Produkte (ab 2021).
Leitlinien von Vau wie Verantwortung in der Historischen Formel Vau Europa
- Wir üben unseren Sport umweltbewusst und ressourcenschonend aus und verunreinigen unsere Umwelt nicht mehr als nötig.
- Wir sorgen fĂĽr einen Ausgleich der CO2-Emissionen unseres Rennbetriebs sowie der An- und Abfahrten zu den Rennstrecken.
- Wir erproben alternative und synthetische Kraftstoffe fĂĽr den Betrieb unserer historischen Fahrzeuge im Rennbetrieb.
- Wir sorgen dafĂĽr, dass kein Erdreich verunreinigt wird, u.a. indem wir Ă–lschutzmatten unter den Rennfahrzeugen verwenden.
- Wir entsorgen schädliche Stoffe (wie Öle und andere Flüssigkeiten) sachgerecht, verwenden Reinigungsmittel sparsam und verzichten möglichst auf umweltschädliche Produkte.
- Wir nutzen nach Möglichkeit lokale und nachhaltig produzierte Produkte für das Catering und nutzen Mehrweggeschirr bzw. alternativ biologisch abbaubares Einweg-Essbesteck und -Geschirr.
- Wir organisieren unsere Veranstaltungen umweltschonend, vermeiden Papierausdrucke und nutzen virtuelle Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit.
- Wir vermitteln die von uns betriebene Pflege automobilhistorisch bedeutsamen Kulturgutes auch, indem wir uns bei Veranstaltungen mit sozialen Projekten vernetzen und benachteiligte Menschen zu unseren Veranstaltungen einladen.

