Posted On 29/04/2023 By In Highlights, News/ Berichte With 1906 Views

Holpriger Saisonstart bei anspruchsvollen Bedingungen

Trotz der winterlichen Temperaturen mit überwiegender „Wasserkühlung“ freuten sich (fast) alle Aktiven auf den Beginn der neuen Saison. Fast alle deshalb – weil leider nicht alle die die Nennung abgaben, auch auf die Strecke gehen konnten.

Bei unserem Schweizer Fahrer Fredi Huwiler war es ein Bänderriss, den er sich ein paar Tage zuvor zugezogen hat. Nach langer Anreise wurden die Schmerzen über Nacht nicht weniger, sondern so stark, dass er sich am Freitagmorgen entschloß, wieder zusammenzupacken und von einem Start abzusehen. Frank Böning musste passen, weil zuhause in der Werkstatt sich ein Bremsproblem nicht mehr beheben.

Als Technischer Kommissar fungierte zum ersten Mal Wolfgang Anzenhofer, der sich sehr schnell mit den Anforderungen in unserer Serie vertraut gemacht hat. Die Abnahme der Fahrzeuge und Kontrolle der Ausstattung funktionierte vorzüglich.

Im Nachhinein gesehen waren die anwesenden Formel Vau’er fast schon Glückspilze gegenüber allen anderen Serien, denn die Vauler fanden bei den Läufen zwar durchweg eine feuchte Fahrbahn, aber kaum direkten Regen vor
Anders im Fahrerlager: zwischen den „Ausfahrten“ prasselte und pfiff eine gehörige Mischung aus heftiger Wasser- und Luftkühlung vom Himmel auf die Aktiven nieder, was an so manchen Stellen mehr als Spuren hinterließ. So musste Dirk Kornmeyer von seinem Fahrerkollegen Dr. Markus von Haken ärtzlich erstversorgt werden, nachdem nach einer Sturmböe die Seitenklappe des Kornmeyer-Rennanhängers einen tiefen Cut in Dirks Augenbraue hinterliess, Dieter Hofbeck beklagte nach einer Windattacke den Verlust der Markise seines Wohnmobils.

Glücklicherweise hat Christoph Wohn in der rennfreien Zeit seinen tollen Kogo einsatzbereit gemacht und in neuer Lackierung stimmig zum Renntruck präsentiert. Mit seinem orangen Renner stand auch das große „Wohn“-Zelt des Renntrucks zur Verfügung, das tagsüber und bis in den späteren Abend Unterschlupf als Treffpunkt zur Verfügung stand. Danke Christoph!

Ein weiteres Highlight im Truckzelt und ideal gegen die Kälte: Am Freitag und Samstag verköstigten Monique und Rolf die Aktiven mit einem von Gerold Link flugs angebauten Küchenzelt mit köstlichem Gulasch

Wieder zum Hauptschauplatz, nämlich der Strecke: Wie beim ersten Veranstaltungswochenende in jeder neuen Saison üblich, gingen die Teilnehmer gut gelaunt und mitunter auch ein wenig übermotiviert zur Sache. Nach dem Freien Training und Qualifying taten sich da und dort schon kleinere Baustellen auf, die im Winter bei der Revision nicht erkannt wurden.
Das Quali zeigte die gewohnte Reihung und damit ging man in den ersten Wertungslauf, der bei guten, aber nassem Asphalt, also feuchten Bedingungen startete. Auch in diesem Lauf holten sich manche Teilnehmer, Blessuren oder Defekte an Ihren Fahrzeugen.

Im 2. Lauf gab es einen Schreckmoment in der Nordkurve nach Start und Ziel. Dort erwischte es Calvin Stauff im Klasse 1-Autodynamics,: Er kam nach einem Bremsdefekt von der Strecke ab, rutschte über die hohen Cirbs nach Start und Ziel und schlug an der Innenmauer der Nordkurve ein. Das Ergebnis war ein stark ondulierter Autodynamics und ein geschockter Fahrer. Ob der Geschwindigkeit des Aufpralls wurde Calvin als Vorsichtsmaßnahme im Krankenhaus untersucht. Er konnte aber am nächsten Tag wieder – von starken Prellungen und einem steifen Nacken abgesehen – als „gesund“ entlassen werden.

Neu die Gruppenwertung, die die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung beschlossen hatten. Das neue Wertungsformat in nun 3 Gruppen und brachte Spannung und sportlichen Mehrwert. So konnte sich Stephanie Hohls im 2. Lauf beweisen. Durch die Wertungsgruppe C bekommt Ihre Leistung mit dem Klasse-6-Auto mehr Gewicht, denn nach früherer Zählung wäre Sie in Klasse 6 alleine mit sich selbst ums Podium gefahren.
In Gruppe B, ergab sich durch die „Durchmischung“ aus den Klassen 3 + 4, ein schönes Familienpodium: Vater Marco und Sohnemann Nick Wittkuhn konnten sich über Platz 1 und 2 freuen. Tom Ernst (RPB) freute sich über den ersten Platz in der Gruppe A. Kenneth Schlienz (Fuchs) konnte seine Defektserie der letzten Saison hinter sich lassen und platzierte sich im 2. Lauf gleich auf dem 3. Platz der Gruppe A.

Die Ergebnisse der beiden Läufe im Überblick:

1. Lauf:
GRUPPE A

Platz 1: Eckardt Guhl (Burkhart)
Platz 2: Calvin Stauff (Autodynamics)
Platz 3: Robert Waschak (Austro Vau)

Gruppe B

Platz 1: Ingolf Sieber (Fuchs)
Platz 2: Marco Wittkuhn (Royale)
Platz 3: Andreas Mundt (Kilroy)

Gruppe C:

Platz 1: Dieter Hofbeck (DRM)
Platz 2: Kay Volk (DRM)
Platz 3: Dirk Kornmeyer (March)

In der Gesamtwertung sicherte sich in Lauf 1 Ingolf Sieber (Fuchs) den 1. Platz vor Eckardt Guhl (Burkhart) und Marco Wittkuhn (Royale)

2. Lauf:
GRUPPE A

Platz 1: Tom Ernst (RPB)
Platz 2: Eckardt Guhl (Burkhart)
Platz 3: Kenneth Schlienz (Fuchs)

Gruppe B

Platz 1: Marco Wittkuhn (Royale)
Platz 2: Nick Wittkuhn (Kaimann)
Platz 3: Heinz Hartmann (Voigt)

Gruppe C:

Platz 1: Stephanie Hohls (Scarab)
Platz 2: Joe Welzel (DRM)
Platz 3: Kay Volk (DRM)

Die Gesamtwertung des 2. Laufs gewinnt Marco Wittkuhn (Royale) vor Tom Ernst (RPB) und Eckhardt Guhl(Burkhart)

Text: Robert Waschak
Fotos: Leo Eder