j.p.c._f

J.P.C. (F)

  1. Frank Orthey 2023/12/08 12:15

J.P.C. 1967, Foto: Dominique Nussbaumer

Basisbeitrag von Dominique Nussbaumer

1967 erschien ein Artikel etwa folgenden Wortlauts in der Ortszeitung von Limoges (übersetzt mit dem Google-Übersetzer, angepasst von Dominique Nussbaumer und Frank Orthey)

Drei junge Menschen haben etwas Unmögliches geschafft: Sie bauen einen Formule Vé-Monoposto, bei dem erstmalig Qualität, Eleganz und Finish auf hohem Niveau verwirklicht sind. Im Jahr 1967 beschließen drei junge Leute aus Limoges, Jean-Pierre Chatenay, von Beruf Tischler, sein Bruder Georges, Kesselbauer und Georges Soularue, einer ihrer Freunde und seines Zeichens technischer Zeichner, ein Rennfahrzeug zu bauen, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Automobile Ausdruck zu verleihen. Ihre Wahl fällt auf einen Einsitzer. Die erste Idee, einen „Formule France“ zu bauen, können sie nicht verwirklichen, weil es nicht gelingt, ein offizielles Reglement dieser neuen Formel zu finden. Deshalb beschlossen die drei einen Formule Vé zu bauen.

Weil die jungen Leute keine Erfahrungen im Automobilbau hatten, entwarfen sie die Pläne für ihr Auto anhand von Artikeln, die hier und da in Zeitschriften zu finden waren. Hauptsächlich orientierten sie sich an den Formule-Vé-Regularien, die im offiziellen Journal der F.F.S.A. (Fédération Française du Sport Automobile) veröffentlicht waren. Da sie ein qualitativ hochwertiges Auto bauen wollten, besuchten sie ihre „Vorgänger“, die Bora-Fabrikation, um sich einen der Einsitzer genauer anzuschauen. Sie machten keinerlei Skizzen oder Fotos, sondern sammelten nur einige technischen Lösungen, die ihnen beim Bau ihres eigenen Autos hilfreich sein konnten. Als sie nach Limoges zurückkehrten, machten sie sich an die Arbeit, nachdem sie die Aufgaben verteilt hatten: Georges Soularue war für die Zeichnungen des Autos verantwortlich, Jean-Pierre Chatenay baute ein Holz-Mastermodell im Maßstab 1:1 und Georges Chatenay kümmerte sich um die Schweißarbeiten am Chassis und seinen Teilen. Nach mehreren Monaten Arbeit mussten sie noch das Motorproblem lösen. Da für die Formule Vé ein 1300-ccm-Volkswagenmotor vorgeschrieben war, versprach diese Phase des Baus einfach zu werden. Obwohl es kaum zu glauben war, fanden die Freunde in Limoges und Umgebung keinen Unfallwagen. Schließlich mussten sie nach Paris fahren, um zwei Autos zu kaufen: einen 1300-er Käfer mit Motor und einen 1200-er ohne Motor. Der für den eigenen Monoposto vorgesehene 1300-ccm-Motor wurde von einem Mechanikerfreund nach den geltenden Vorschriften überarbeitet (Erleichtern, Auswuchten, Polieren usw.).

Da sie den Auspuff nicht selbst bauen konnten, bestellten sie einen bei Bora. Sie waren gespannt, ob dieser in den Eigenbaurahmen passen würde. Zu ihrer großen Erleichterung ging es zwar um Millimeter, aber letztlich passte der Auspuff.

Wir müssen den Mut dieser jungen Leute bewundern, die in ihrem ersten Versuch ein Auto bauten, das anderen bereits existierenden zwar ähnelte, die sich dabei aber nie auf die einfache Möglichkeit einließen, für ihren Einsitzer am Markt erhältlichen Teile zu kaufen. Alles wurde selbst gebaut, sogar die Sitzschale des Formule Vé. Letztlich werden sie für ihre Bemühungen reichlich belohnt, denn für Amateure erreichten sie ein seltenes Niveau von Qualität. Angesichts der Eleganz des Fahrzeugs konnten andere Hersteller blass werden. Trotz ihrer Unerfahrenheit gelang es den dreien, Ernsthaftigkeit, Effizienz und Schönheit zu vereinen.

Georges und Jean-Pierre Chatenay haben gemeinsam mit Georges Soularue bereits den Bau eines neuen Autos in Angriff genommen. Diesmal wird es ein Prototyp. Wir haben schon die Zeichnungen gesehen. Wenn es ihnen gelingt, dieses Auto wieder mit so viel Sorgfalt und Einfallsreichtum wie den Formule Vé-Monoposto zu bauen, werden die drei jungen Leute als Vorbild für alle dienen, die beabsichtigen, selbst ein Auto zu bauen.

Fotos: Dominique Nussbaumer

1967

Radstand: 2120 mm

Spurweite vorne: 1320 mm (vom VW 1200)

Spurweite hinten: 1380 mm

Gewicht: 400 kg

Chassis: 30 mm Vierkantrohre

Verkleidung: Polyester

Stoßdämpfer: Koni, einstellbar

Bremsen: Trommelbremsen an allen 4 Rädern

Motor: VW 1300 ccm gem. Formule Vé-Reglement

Georges und Jean-Pierre Chatenay, Georges Soularue

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Limoges

Dominique Nussbaumer

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