10/10/17

Saisonabschluss mit der Stunde der Formel Vau

Zeitumstellung: Stunde der Formel Vau

47 Formel Vau und Super Vau-Rennfahrzeuge, 51 FahrerInnen, davon 16 Erststarter. So lautete bereits vor dem Start die erfreuliche Bilanz der erstmalig ausgefahrenen „Stunde der Formel Vau“, einem einstündigen Gleichmäßigkeitswettbewerb mit zeitlich vorgegebenem Pflichtboxenstopp.

Bei der administrativen Abnahme am Donnerstagabend gab es als Giveaway für die Aktiven erst mal eine Parkscheibe mit dem Logo der neuen Veranstaltung in Uhrenform. Für den Boxenstopp – so wurde den Aktiven mit einem Augenzwinkern mitgeteilt. Abweichungen werden am Ende der Boxengasse geahndet.

Trotz heftigem Regen war die Stimmung bei den Vau-lern ausgezeichnet. Der DMV hatte erstmalig zum Saisonfinale eingeladen und glänzte gleich bei der Premiere mit einer überzeugenden Organisation.

Das neue Clubsportformat der „Stunde der Formel Vau“ bietet einmal pro Jahr zum Saisonabschluss viel Formel Vau-Fahren und den einmaligen born to be vee-Geist – mal so ganz ohne die Anspannungen bei Meisterschaftsläufen. Diese Idee kam offenbar gut an und es konnten 16 (!) Erststarter begrüßt werden, für die es im Anschluss an die Fahrerbesprechung mit Rennleiter Franz-Josef Serr nochmals eine gesonderte Einweisung gab. Alle machten ihre Sache prima und hatten ihren großen Spaß. Dieser war zunächst sowohl im freien wie auch im Zeittraining deutlich feuchter Natur. Herausfordernd für alle, insbesondere für jene, die erstmalig bei einer offiziellen Veranstaltung im Cockpit saßen. Umso mehr Respekt und Anerkennung gilt ihnen. Alle Aktive ließen es ruhig angehen, so dass die meisten der ungezählten Dreher ohne Folgen blieben.

Zum ersten Male dabei als (nicht immer jugendliche ;-) Erststarter: Maria Nachbar in „Fahrgemeinschaft“ mit Richard Nachbar, Tim Renn, Kenneth Schlientz, Lara-Luisa Link, die Gewinnerin des Sichtungslehrgangs der Historischen Formel Vau Europa 2017 in Chambley in Fahrgemeinschaft mit Philipp Orthey, Karl-Eugen Moser, Wilfried Wittkuhn vom legendären Team „Wittkuhn Racing Team“ in Fahrgemeinschaft mit Sohn Marco, Toni Sieber zusammen mit Vater Ingolf, Rüdiger Müller, Thomas Renn, Johann Wanger aus Liechtenstein (den LCR-Chef Louis Christen tatkräftig unterstützte), Manfred Kluth im Fahrgemeinschaft mit Markus von Haken, Daniel Havermans im neu aufgebauten Horag im Team mit Vater Patrick, Oswin Büchl, Markus Heimburger zusammen mit Rüdiger Mager im Duscholux-ASS-Lola, und Sven Groß im Mega. Damit ist ein Teil des Konzeptes der Stunde der Formel Vau voll aufgegangen.

Ganz eindrucksvoll war es anzusehen, wie engagiert und ambitioniert die Erststarter zu Werke gingen. Schrauben, fragen, planen, Strategie überlegen … Mittendrinn statt nur dabei.

Im Zeittraining gab es nur zwei bis drei einigermaßen trockene Runden. Dann regnete es immer heftiger. Wer es schaffte, seine schnelle Runde zu Beginn zu setzen, hatte Glück, die anderen mussten sich dahinter einsortieren. Das Ganze war durch zwei Rotphasen garniert, die es umso schwieriger machten, sich zu positionieren. Vorne stand letztlich Erststarter Oswin Büchl – seines Zeichens Motorenbauer für die Klasse 5-Fahrzeuge. Dahinter Rüdiger Mager in der “Duschkabine“ vor Franz Kapeller im „Schweizer Uhrwerk“ von Max Kohler, Wolfgang Götz im Veemax, Joe Welzel, der Technikprobleme beklagte und überraschend im Klasse 3-Kaimann, die Wittkühner. Es folgten Andreas Mundt, Thomas „TC“ Cramer, Serienkoordinator Tom Eder und Einvergasermann Robin Kluth, der die Top-Ten komplettierte.

Viele Besucher und Ehemalige gaben der Formel die Ehre – trotz der eher suboptimalen Wetterverhältnisse. Im Vereinszelt gab es Aufwärmmöglichkeiten mit Essen und Trinken – und natürlich mit vielen Benzin- und andere Vau-Gespräche.

Am Samstag fand dann die „Stunde der Formel Vau“ ganz ohne Bewässerung von oben statt. Nach einem eindrucksvollen GRID-Bild im Motodrom - Motto: Das ganze Motodrom voll mit Formel Vau – ging das Feld auf eine einstündige Reise mit Pflichtboxenstopp. Dieser hatte zwischen der 10ten und 50sten Minute zu erfolgen. Einschließlich In- und Outlap musste dieser Boxenstopp mindestens 10 Minuten und maximal 15 Minuten dauern. Im Falle des Nachtankens hatte der Fahrer auszusteigen, der Motor war abzustellen und eine Person mit einsatzbereitem Feuerlöscher musste sich in der Nähe des Fahrzeuges befinden. Die Boxenstopps gingen wie der gesamte Lauf völlig ohne Zwischenfälle über die Stunde. Ob die ausgehändigten Stunde der Formel Vau-Parkscheiben allerdings konsequent zum Einsatz kamen, kann der Chronist nicht zuverlässig zu Protokoll geben. Die Fahrer und Aktiven hatten in dem regen Treiben ihren Spaß – es wurde eifrig gerechnet und bei manchen auch dann getankt, wenn es nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Boxenkoordinator Gerold Link vom Junior Team Lara-Luisa und Philipp Orthey erwog denn auch, den überflüssigen Sprit noch in der Box an Nachbarteams zu verkaufen … (Eindrücke vom Boxenstopp des Junior-Teams hier)

(Eindrücke vom Boxenstopp Tom Eder hier)

 

Die Bilder in der Boxengasse und auf der Strecke sprachen für sich. Und auch diejenigen nach der Zieldurchfahrt und bei der Einfahrt in den Parc Ferme. Schon da deutete sich an: Wir machen das wieder! Das ist klasse und kann begeistern.

Nachdem die Teams ihr Equipment letztmalig in der Saison 2017 zusammengepackt hatten, ging es ab 18.00 Uhr bei strömenden Regen (!) im Formel Vau-Zelt mit der Saisonabschlusssause los. Eingeladen waren alle Streckenposten, Marshalls, die Rennleitung und die Helfer der Organisation. Rennsportfreund Manfred Nord hatte dazu Getränke und Essen (Saumagen und Bratwürstel) gesponsort. Sowohl die Gäste wie auch die Formel Vau-ler fanden es toll, gemeinsam die Saison ausklingen zu lassen. Den Formel Vau-lern war es Ehre und Vergnügen, denjenigen, die ihnen die Ausübung ihres Sports ermöglichen, eine kleine symbolische Anerkennung zurückzugeben. Danke!

Dann fand in allerbester Stimmung die Siegerehrung statt. Geehrt wurden gemäß Rahmenausschreibung die Klassensieger sowie die ersten fünf der Gesamtwertung. Sie erhielten als Trophäen Uhren, gestiftet von www.zeitumstellung.jetzt. Zudem war vom DMV für den besten jugendlichen Starter ein Ehrenpreis ausgeschrieben. Der Gesamtsieger erhielt zudem den stilvoll mit VW-Teilen gestalteten Hoosier-Wanderpokal für die Stunde der Formel Vau. Und dazu einen Gutschein über einen Satz Hoosier-Reifen. Auch die besten drei der 12 genannten Teams (mit jeweils zwei Fahrzeugen und kreativ ausgedachten Teamnamen versehen) wurden sehr reichlich mit Artikeln aus dem Hause Ravenol bedacht.

Derart beglückt und in bester Stimmung wurden dann beim Kaltgetränk auch die Zeitenlisten in den Blick genommen – und es entstanden erste Fragen zum Wertungsmodus. Laut Rahmenausschreibung sollten die 8 besten Runden im Vergleich zur schnellsten Runde Grundlage der Wertung sein – sowie ein in den zeitlichen Grenzen absolvierter Boxenstopp. Das wurde aus den Zeitenlisten vor Ort allerdings nicht zweifelsfrei ersichtlich. Aber es deutet sich bereits am Abend an, dass irgendetwas nicht stimmte. Der Rest der Hypothesen- und Theoriebildung fand dann in der Saisonabschlusssausse eine stimmungsvolle Fortsetzung, der den Geist der Formel Vau – born to be vee – spürbar werden ließ.

 

Zeitumstellung

Dass der Sponsoren-Slogan von derartiger Bedeutung sein könnte, hatte wohl niemand auf der Uhr, auch nicht der Projektleiter der Stunde der Formel daselbst – hier als Autor zugange. Die Prüfung am Montag ergab jedoch tatsächlich, dass die Zeitnahme trotz dreimaligen Briefings durch Wolfgang Götz und mich es geschafft hatte, ein falsches Programm für die Auswertung zu verwenden. Und es uns gelungen war, das zu übersehen.

Zeitumstellung heißt deshalb jetzt, dass es für die Stunde der Formel Vau neben der Tatsachenwertung vor Ort eine neue Wertung gem. Rahmenausschreibung gibt, die auch bereits verfügbar ist und folgende Änderungen aufweist.

Die in Hockenheim geehrten Vau‘ler behalten ihre Preise, die Sieger und Platzierten gem. Rahmenausschreibung werden im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 17.02.2018 mit gleichwertigen Trophäen geehrt.

 

Tatsachenwertung vor Ort gem. Auswertung der Zeitnahme

Korrigierte Wertung gem. Rahmenausschreibung

Gesamtsieger

Manfred Benninger

Hugo Sewing, 502 Pkt.

2. Platz gesamt

Stefan Wind

Manfred Benninger, 511 Pkt.

3. Platz gesamt

Wolfgang Rafflenbeul

Benjamin Havermans, 575 Pkt.

4. Platz gesamt

Rüdiger Mager

Franz Kapeller, 695 Pkt.

5. Platz gesamt

Robin Kluth

Thomas Cramer, 756 Pkt.

Sieger Klasse 1

Sarah Havermans

Manfred Nord, 1410 Pkt.

Sieger Klasse 2

Wolfgang Rafflenbeul

Hugo Sewing, 502 Pkt.

Sieger Klasse 3

Rüdiger Müller

Heinz Hartmann, 1051 Pkt.

Sieger Klasse 4

Siegfried Fischer

Tom Ernst, 1332 Pkt.

Sieger Klasse 5

Rüdiger Mager

Franz Kapeller, 695 Pkt.

Sieger Klasse 7

Manfred Benninger

Manfred Benninger, 511 Pkt.

DMV-Ehrenpreis für den besten jugendlichen Starter

Sarah Havermans

Sarah Havermans, 2236 Pkt.

Teamwertung Platz 1

Team Fossil

Joe Welzel und Manfred Benninger

Schnell & Langsam, 1972 Pkt.

Günter Filthaut und Heinz-Peter Hartmann

Teamwertung Platz 2

Team RoSa

Robin Kluth und Sarah Havermans

Team Fossil, 2012 Pkt.

Joe Welzel und Manfred Benninger

Teamwertung Platz 3

Team DiSaHo

Dieter und Sascha Hofbeck

Team Nord, 2292 Pkt.

Manfred Nord und Stephan Gremler

Korrigierte Ergebnislisten unter: http://formel-vau.eu/formel-vau/ergebnisse/

Den Siegern und Platzierten beider Wertungen ganz herzlichen Glückwunsch!

Ein großes Dankeschön geht an alle Aktiven, Teams und unsere Helfer vor Ort für diese bis zur Wertung toll gelungene Premiere der Stunde der Formel Vau. Und an die Sponsoren Hoosier und Ravenol für die wertigen Sachpreise.

Als Projektleiter bitte ich die entstandenen Umstände zu entschuldigen

Manchmal ist es eben Zeit für eine Zeitumstellung ;-)

 

Text: Frank Orthey

Fotos: Klaudia Schrattenecker, Carla Muijss, Astrid Orthey, Sabine Link


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Die Historische Formel Vau ist eine Serie im Rahmen der

Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport (FHR)


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