Goldpokal mit Legendentreffen und Nordschleifendemo

Formel Vau feiert mit ihren Legenden beim Goldpokal und mit Nordschleifen-Demonstrationsrunden

44 Starter hatten für die diesjährigen Läufe zur 50-Jahre-Jubiläumsserie, dem Goldpokal 2015 genannt. Nachdem die „ganze Geschichte der Formel Vau“ stilecht im Alten Fahrerlager eingezogen war, lieferten sich die Aktiven der Formel Vau ihre Gleichmäßigkeitsduelle auf der Grand-Prix-Strecke.

Nach den Trainings am Freitag wartete am Samstagmorgen die Eifel mit dem auf, was sie so unkalkulierbar und sprichwörtlich macht. Waren die Trainings tags zuvor noch eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit, so ging es nach dem heftigen Gewitter der Nacht am Samstag darum durchzublicken. Das eben erschwerte der immer dichter aufziehende Nebel. Wurde anfangs noch mit gelben Flaggen in den betroffenen Streckenabschnitten operiert, war nach 20 Minuten an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken und die Rennleitung entschied aus Sicherheitsgründen, den Lauf abzubrechen. Für die Aktiven, die sehr diszipliniert und umsichtig mit den Bedingungen umgingen, eine ungewöhnliche, aber sicher auch eine nachhaltige Erfahrung. Rennfahren V-ernebelt eben …

Fahrerisches Highlight des Wochenendes waren aber zweifellos die Demonstrationsrunden auf der legendären Nordschleife. Nach den zwei Runden war die Abnahme des Helms angesichts des eingemeiselten breiten Grinsens eine Herausforderung. Gleichzeitig gab es auf Seiten der Fahrer aber auch höchsten Respekt vor dem, was die Formel Vau und Super Vau-Piloten auf der Nordschleife vor vielen Jahren leisteten. Der Augsburger Architekt Fred Hoenle, damals wie heute im gleichen Auto, seinem Kaimann Super Vau mit dabei, konnte die Verrücktheit der alten Zeiten kaum fassen. Ohne Streckenbegrenzungen, ohne Leitplanken auf weitaus holprigerer Piste und mit weitaus höheren Geschwindigkeiten … „Sag mal, wie waren wir denn damals drauf???“

(Hier eine Runde mitfahren mit Stephan Gremler)

In den jungen Jahren der aufblühenden Formel Vau lieferten sich bis zu 100 Fahrzeuge haarsträubende Schlachten auf der Eifelstrecke. So berichtete es beim folgenden Legendtreff der Formel Vau im FHR-Zelt Rainer Braun, der - bevor er zur „Stimme der DTM“ wurde - viel Zeit mit und in der Formel Vau und Super Vau verbrachte. Er war sogar beim allerersten Rennen am Norisring 1965 mit am Start – und freut sich sehr auf die Rückkehr bei den Jubiläumsläufen Ende Juni im Rahmen der DTM. Die er natürlich auch kommentieren wird - gemeinsam mit Jochen Luck (heute 89), der klassischen Stimme der Formel Vau. Zu den Geschichten, die da zu hören sein werden, gab es im Historischen Fahrerlager bereits eine feine Kostprobe. Braun, eingeladen als Gast, war alsbald mittendrin und erinnerte viele aus heutiger Sicht unglaubliche Geschichten: was man sich da so antat gegenseitig im sportlichen Wettkampf (dem Vordermann den Gang rausdrücken bei Höchstgeschwindigkeit, den eigenen Keilriemen kappen kurz vor Rennende …), aber auch im freundschaftlichen Miteinander (es war von geteilten Betten und anderen Genüssen die Rede) – und wie dann wieder gefightet wurde auf der Strecke, z.B. in den berühmt-berüchtigten Schiebezügen mit bis zu 10 Autos auf Kontakt, die dann zwar verboten aber beileibe nicht unterlassen wurden.

Mit dabei in den illustren Runden am Ring waren nicht nur die Fahrer von damals, sondern auch Konstrukteure und Teammitglieder wussten vieles zu berichten. So erzählte Walter Löffelsender, Meister 1973 die Geschichte von MoTuL (Motorentuning Löffelsender). Die Urgesteine des MAHAG-Werksteams (Olympic), Werner Haberauer und Franz Janker gaben preis, woher sie sich das Know-How für ihre bärenstarken Motoren holten (ein bayerischer Automobilhersteller spielte dabei eine nicht ganz unbedeutende Rolle). Ihre Werksfahrerin Hannelore Werner war ob ihres Talentes im Kollegenkreis hoch angesehen, wenn sie aber mal wieder über die Streckenbegrenzung hinaus fuhr und die männlichen Verfolger in ihren offenen Helmen mit einer Ladung Kies bombardierte, war die Freude dann etwas weniger ausgeprägt und wurde vom Schmerz überlagert. „Ihr müsst ja nicht so dicht auffahren“ – soll sie erwidert haben auf die Klagen der Verfolger.

Noch heute aktiv mit im Feld und am Nürburgring am Start waren Fred Hoenle (seit 1969 in erfolgreich der Formel Vau und Super Vau aktiv), Günther Filthaut, Wendelin Egger, Klaus Dober (Meister 1982) und der Schweizer Max Kohler, sowie als Gaststarter diesmal mit dabei Walter Lecht, in seinen aktiven Jahren unter anderem Sieger in Zolder oder beim Rheintalrennen.

Am Sonntag folgte der 2. Wertungslauf. Hatte im ersten Wertungslauf noch Günther Filthaut die Nase ganz vorne im anspruchsvollen Gleichmäßigkeitsmodus der Formel Vau beim Goldpokal, so siegte im zweiten Lauf der Österreicher Franz Kapeller im MAHAG-Olympic. In der Goldpokal-Addition setzte sich aber Günther Filthaut im Zweivergaser-Kaimann durch und nimmt den eindrucksvollen Pott nun für ein Jahr in Besitz.

Weiter mit „Formel Vau“ geht’s dann schon bald am Norisring im Rahmen des DTM-Wochenendes.

Alle Ergebnisse hier unter Goldpokal.

Frank Orthey

 

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Die Historische Formel Vau ist eine Serie im Rahmen der

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