FV-Gp Austria startet am Pannoniaring in Ungarn

Ein Pannoniaring-Bericht von Robert Waschak aus St. Gilgen

 

Wegen des Motoreinbaus am Mittwoch und AUSTRO Vau-Fertigmachen am Donnerstag, konnte ich erst am Freitag anreisen. Da waren die meisten Teilnehmer bereits vor Ort.

 

Freitag war gutes Wetter, nicht zu heiß, und Nachmittags startete Wolfgang Rafflenbeul mit der Papierabnahme, Knut Wartenberg, unser TK begutachtete die noch eintreffenden Fahrzeuge, Transponder wurden von jedem Einzelnen in der Rennverwaltung ausgefasst.

 

Wolfgang, Franz und ich hatten den Termin beim Steckenbetreiber, Herrn Sandor Kiss und seinem Assistenten Lazlo. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen. Ablaufprozedere für unsere Anforderungen wurden besprochen und die Erfordernisse für unsere Gleichmäßigkeitswertung aufgenommen. Um 19.15h hatten wir die Fahrerbesprechung - das war für manche qualvoll - denn genau zu dieser Zeit war das Fußballspiel GER - FRA im Gange, und ohne die Unterstützung der Formel Vauer am Bildschirm eine fragliche Angelegenheit für die deutsche Mannschaft, die haben es dann doch knapp 1:0 überlebt (beim 7:1 diese Woche dürften alle vorm Fernseher gesessen sein).

 

Wolfgang verlas die Bulletins, die wir für die Veranstaltung der OSK Serie brauchten und ich konnte die Neustarter Kennzeichnung präsentieren. Wir hielten unsere Burschen an, besonders auf die Flaggenzeichen zu achten.

 

Vom Rennleiter Harald Lehner wurde Wolfgang, Franz und mir angeboten, am Samstag an der Streckenbesichtigung mit Ihm, Herrn Poschauko/OSK und Lazlo teilzunehmen, was ich denn auch am Samstagmorgen vor unserem 1. Training wahrnahm.

 

Um 8.30h waren wir die erste Gruppe, die auf die Strecke ging. Die Neustartertafeln 12 x 12 cm weißer Hintergrund  und schwarzes X in der Mitte, wurde von allen, die noch in Ihrer "1.Saison" sind am Heck Ihres Formel Vau's montiert.

 

Für die meisten war der Pannoniaring eine neue Strecke, Fredi Ecker kannte die Strecke aus früheren Motorradtagen. Ich war bereits 2 x mit dem Histo-Cup hier. Einmal draußen, erkannte ich die Verbesserungen mit den neu angelegten Curbs, gut sichtbare Posten der Marshalls (Streckenposten) und wesentlich mehr davon als auf anderen Strecken, griffiger Asphalt, weitläufige Sturzräume und Kiesbetten - vorbildliche Bedingungen.

 

Ich selbst merkte schon beim Rausfahren auf die Strecke, dass bei Drehzahlen über 3000 U/min die Leistung einbrach und ich die Fahrt nur über einen pumpenden Gasfuß aufrecht erhalten konnte, leider keine Selbstheilung, so fuhr ich nach der 2. Runde zurück ins Fahrerlager. Bei der Lösung des Problems erhielt ich totale Unterstützung und Versorgung durch Jukka, erst die Benzinpumpe getauscht, Kraftstofffilter erneuert und die Zündung abgeblitzt, um sich zum Vergaser weiterzuarbeiten, der gegen einen Reservevergaser ausgetauscht wurde und ab da lief die Sache runder, aber erst im Qualifying. Für die meisten anderen war es ein erstes Kennenlernen und einstudieren der Kurvenfolgen.

 

Zu Mittag zogen dichte Wolken in die Puszta und es begann heftig zu regnen. In der Mittagspause dann eine Sturmwarnung mit der Aufforderung, die Zelte zu sichern. Bei unserer Ausfahrt zum 2.Training mit Zeitwertung war dann die Strecke nur mehr nass, vom Sturm keine Anzeichen mehr und die ersten blauen Flecken wurden sichtbar. Ab dem Zeitpunkt wurde das Wetter immer besser bis hin über den ganzen Sonntag an dem wir richtiges strahlendes Pusztawetter mit gut 35 Grad Celsius erlebten. Fahrerisch war die noch nasse Strecke eine zusätzliche Herausforderung, die aber alle meisterten.

 

Am Abend richtete man sich gemütlich ein, kleinere Gruppen fanden sich zusammen mit einer größeren Anlaufstelle für durstige und hungrige Besucher im "Franz-Kapeller & Reini Festzelt", wo wir auch den Geburtstag von Benjamin Havermans feiern konnten. Entspannte und freudige Stimmung, aber nicht übertrieben, denn am Sonntagmorgen durften wir wieder als Erste auf die Strecke. Da hieß es um 8.15h zum Vorstart, Startaufstellung für unseren Wertungslauf einnehmen. Pünktlich um 8.30h wurde wir auf die Strecke gelassen und der Trainingsschnellste Georg Woeber führte die Gruppe gekonnt durch die Einführungsrunde, da wir das Pace Car vermissten.

 

Georg im Kaimann Super V achtete darauf, dass alle das Tempo gut mitgehen konnten und nach dem Knick der Start-Ziel-Geraden folgte die für uns relevante 1. Kurve nach der der Lauf freigegeben war. Alle haben sich an das Startprozedere gehalten und über den ganzen Lauf gab es keine einzige Beanstandung wegen Regelverletzungen seitens der Rennleitung.

 

Vorweggenommen - das hielt auch im 2. Wertungslauf. Mein Kompliment und meine Anerkennung für Eure sportliche Haltung.

 

Bei trockener Strecke und schon warmen Temperaturen wurde jetzt ordentlich aufs Gaspedal gedrückt und es fanden sich kleinere Grüppchen zusammen die ordentlichen Fahrspaß hatten. Fredi Ecker und Franz Kapeller und Leo Sommer, Robert Auer und Patrick Havermans,  Manfred Nord und Benjamin Havermans. Und jene die über ein paar Runden keinen zum "Spielen" hatten, verbesserten einfach Ihre Linie. Pechvogel an diesem Wochenende war Ralf Hartmann, dem bei Vollgas im vierten Gang einfach der Motor ausging. Dieses Problem konnte bis zum 2. Lauf gelöst werden, aber dann am Vorstart zum 2. Wertungslauf qualmte es wegen eines Elektrikdefekts aus seinem originalen Continental Kaimann MK4 Cockpit und so konnte er gar nicht raus auf die Strecke. Geteilt hat er sich den Pechvogel mit Ralf-Udo Heinemann, der seinem Kaimann Super V in beiden Läufen nach 1 bis 2 Runden abstellen musste.

 

Die Ergebnisse des 1. Wertungslaufes könnt Ihr bei den Ergebnissen FV-Gp einsehen. Beeindruckend das Ergebnis des Gesamtsiegers des 1. Wertungslaufes Georg Woeber auf Kaimann, der mit knapp 6/10 Sekunden Abweichung aus 3 Runden ein Traumergebnis einfuhr. Alle Achtung und Gratulation! (Bei der Siegerehrung habe ich beeindruckt von der Leistung, fälschlicherweise von 59 Tausendstel gesprochen - Sorry).

 

Der 2. Wertungslauf startete am Sonntag um 13.30h bei gut 35 Grad Celsius Lufttemperatur. 21 Formel Vau Piloten am Start - 20 kommen gut auf die Strecke (Ralf hat das zuvor angesprochene Elektrik Problem). Es fanden sich kleinere Grüppchen zusammen, die ordentlichen Fahrspaß hatten. Fredi Ecker und Franz Kapeller und Leo Sommer und Robert Auer, später Robert Auer und meine Wenigkeit und Patrick Havermans und Johann Haas - DaHaasi, Manfred Nord und Benjamin Havermans, Georg Woeber und Joe Welzel, der nach Flügelbruch am weißen DRM im 1.Lauf auf sein 2.Fzg, den leuchtorangen DRM umstieg. Jukka, hinter dem ich fuhr, wurde langsamer und musste aufgeben, da ein Bremsbelag im Vorderrad brach.

 

Franz Kapeller musste bei einem Streckenposten pausieren da das Gasgestänge gebrochen war. Sehr zur "Freude" des Streckenpostens erspähte Franz dessen Radiobefestigungsschnur und fertigte daraus eine provisorische Gasbetätigung, um wieder ins Geschehen eingreifen zu können.

 

Im 2. Wertungslauf kam der Gesamtsieger Manfred Benninger mit ein paar Tausendstel mehr (0,614) an die Leistung von Georg Woeber aus dem 1.Lauf heran und auch der Zweitplatzierte Patrick Havermans mit 1,2 Sec Abweichung steht da nicht viel nach - Respekt an Euch.

 

Sieger waren meiner Meinung nach ALLE, die bei dieser traumhaften Sommerveranstaltung in der Puszta, den Pannoniaring entspannt genossen haben und in rücksichtsvoller Weise so zum Gelingen und zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Robert Waschak

 

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Mitfahren mit Fredi Ecker (Fuchs Super Vau)

 

 

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