Eifelrennen 2013: 3. und 4. Lauf zur FV-Gp (D) 2013

Eifelrennen: Marco Wittkuhn gewinnt den Jan-Wellem-Pokal

Historische Formel Vau Europa präsentiert sich mit Rekordstarterfeld im historischen Rahmen

Am Donnerstag bezogen die ersten Fahrzeuge der Historischen Formel Vau Europa ihre geschichtsträchtigen Unterkünfte im Historischen Fahrerlager des Nürburgrings. Nach trockenem Nachmittag machte die Eifel am Abend ihrem Ruf alle Ehre und versorgte die motivierten Teams mit einer Portion ergiebigen Dauerregens. Damit war’s dann aber auch geschehen mit den Unbilden des berüchtigten Eifelwetters.

Alle Läufe der FV-Gp fanden fortan unter trockenen Bedingungen statt. Als am Freitagnachmittag 54 Formel Vau und Super-Vau-Fahrzeuge durch den Tunnel zum Vorstart röhrten, blieb kein Zuschauerauge trocken. Und bekam alsdann auf der Eifelstrecke weiter Eindrucksvolles zu sehen. Keine Sekunde Pause für die angestrengten Sehorgane: durchmischte Gruppen am laufendem Band zeigten auf der Grand-Prix-Strecke in 6 Klassen die Formel-Vau-Geschichte von 1964 bis heute.

Nach nur kurzem Durchschnaufen für Nachtanken und Batterieladen ging es für die Teams bereits ins Qualifiying - mit viel Action und vor allem viel Rücksichtnahme, die angesichts der Enge auf der Strecke und der großen Geschwindigkeitsunterschiede auch wichtig war. Auch dieser Umgang miteinander auf der Strecke beeindruckte viele sachkundige Beobachter.

Ganz nach vorne fuhr Uli Sirp im wassergekühlten March 79V der Klasse 5 vor Dirk Kornmeyer (Kogo, Klasse 7) und den wassergekühlten Verfolgern der Klasse 5 Rüdiger Mager im Lola und Dieter Engel (Chevron), dem Deutschen Meister und Vize-Europameister für Super Vau-Rennwagen von 1976 und 1977. Schnellster luftgekühlter Super Vau (Klasse 4) wird Christoph Hasler (CH) im Fuchs auf P 8. Ingolf Sieber stellt den Zweivergaser-Fuchs als schnellster der Klasse 3 auf P 13. Bereits drei Plätze dahinter in der Zeitenliste Youngster Robin Kluth im Einvergaser-Hick (Klasse 2). Mitten im Klasse 2-Feld Frank Orthey im ältesten Fahrzeug des Feldes, einem Autodynamics  auf P 39 und nur 3 gezeiteten Runden. Denn dann war erst mal Schluss mit Formel-Vau-Fahren für den Serienkoordinator. Der Defektteufel hatte beim Münchner mal wieder zugeschlagen. Motorenwechsel war angesagt. Andreas Dumm (MoTul) und Christian Seinecke (Apal) mussten leider ganz zusammenpacken. Für die Reparatur der anderen Defekte blieb viel Zeit und ambitioniertes Schrauben bestimmte den Abend. Neben den schmackhaften Welcome Drinks und der ausgemachten Pizza aus Clubreihen im Boxershop-Zelt ...

In der FV-Gp wird aus einer herausgefahrenen Startaufstellung im fliegenden Start losgefahren. Dennoch herrscht Chancengleichheit. Denn es geht darum, gleichmäßig schnell zu fahren. Die Startaufstellung gewährleistet lediglich, dass jeder zunächst einmal im Rahmen seiner Möglichkeiten möglichst ungestört fahren kann.

Die FV-Gp ist ein anspruchsvolles Gleichmäßigkeitsformat und am Nürburgring ging es darum, die im jeweiligen Wertungslauf gefahrene eigene schnellste Runde möglichst genau zu wiederholen. Zur Wertung herangezogen wurden die drei dieser „Referenzrunde“ am nächsten liegenden Rundenzeiten.

Bevor es am Samstagabend beim 1. Lauf erstmals zum Gleichmäßigkeitswettkampf kam, vergnügten sich die Teams bei einem attraktiven Rennprogramm, unter anderem mit Gruppe C und Ex-DTM-Boliden, die nicht nur optisch, sondern auch akustisch für Genuss sorgten. Einzig mit der Ehre versehen, im restaurierten Alten Fahrerlager (entstanden 1927) logieren zu dürfen, waren die Vau-Männer und die Bändiger der Vorkriegsrennwagen. In einem anregenden Ambiente mit zeitgenössischer Tankstelle, Abschleppwagen und historischem Renntransporter ließen es sich die Teams tagsüber gutgehen, bevor sie sich zur Startaufstellung formierten.

Geführt von Toni Seemeier im Boxershop-Boxerpokal-Rennkäfer ging es auf die Einführungsrunde des 3. Laufes zur FV-Gp (D) 2013 - und erstmals war das gesamte Feld zu sehen. Es präsentierte sich eng gestaffelt als zu groß, um auf ein Foto gebannt werden zu können. Trotz Weitwinkelobjektiven. Was den Fotografen nach Freigabe des Laufes dann vor die Linsen kam, war historischer Motorsport vom Feinsten. In Gruppen rangen die Piloten miteinander – und mit sich selbst um möglichst gleichmäßige Runden.

Gesamtsieger des ersten Laufes wurde Mark Spanbroek (NL) im Kaimann (Klasse 3) vor Lola-Pilot Günter Filthaut (Klasse 4) und Routinier Dieter Engel im Chevron (Klasse 5). Die Klassen gewannen Thomas Keßler (Beach), Marco Wittkuhn (Kaimann), Mark Spanbroek (Kaimann), Günter Filthaut (Lola), Dieter Engel und Erststarter Janik Rapp im DRM.

Bis auf diejenigen, die technikbedingt die Segel streichen mussten, hatten alle anschließend bei den obligatorischen Benzingesprächen vor den klassischen Boxen verklärte Gesichter. Um bekamen viele Komplimente von Zuschauern, die zu Fans der größten Monoposto-Serie in Europa geworden waren.

Dazu gehörte auch der Veranstalter des Eifelrennens, der DAMC 05 aus Düsseldorf. Er gab den „Jan-Wellem-Pokal“, um den beim Eifelrennen gefahren wird, in diesem Jahr an die Historische Formel Vau Europa. Die Aktiven fuhren also um den Gesamtsieg beim Eifelrennen 2013. Das motivierte die Fahrer zusätzlich für den Wettbewerb um die gleichmäßigsten Runden.

Die Entscheidung fiel dann am Sonntagmorgen beim zweiten Wertungslauf des Wochenendes, den ein etwas reduziertes Feld aufnahm. In der sonnigen Morgenidylle wiederholten sich auf der Eifelstrecke die Bilder vom Vortag mit neuen Rivalitäten und Mehrkämpfen um die schnellsten gleichmäßigen Umläufe.

Es siegte insgesamt im 4. Lauf der FV-Gp (D) der schnelle Zahnarzt Bernd Bretschneider (Merlin BR, Klasse 7) vor Holger Fabian (DRM, Klasse 7) und Thomas Keßler im Beach (Klasse 1). Klassensieger wurden Thomas Keßler, Marco Wittkuhn (Kaimann), Wolfram Winkler (Karringer), der Schweizer Christoph Hasler (Fuchs), Ulrich Sirp (March) und Bernd Bretschneider.

Bei der großen Siegerehrung im Zelt der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport (FHR), die den Auftritt im Historischen Fahrerlager ermöglichte, fanden die vielen Pokale stolze Abnehmer. Zur Übergabe des Jan-Wellem-Pokals kam der Organisationsleiter des Eifelrennens Norbert Welter und sparte nicht mit Komplimenten für die Performance der Serie. Große Freude dann beim Sieger um den Jan-Wellem-Pokal. Der eindrucksvolle Pott ging an Marco Wittkuhn vom Team Wittkuhn-Tuning im Kaimann, der „Emma“, die in Daytona im Januar von DMSB-Präsident und Motorsport-Legende Hans-Joachim „Striezel“ Stuck gefahren worden war.

Damit ging ein großes Rennwochenende der Historischen Formel Vau Europa erfolgreich und stilvoll zu Ende.

Aller Ergebnisse und Zeiten hier.

Weiter geht’s mit der FV-Gp dann Ende Juli im badischen Motodrom in Hockenheim.

Auch dort gilt dann wieder das Motto: „Born to be Vee!“

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Die Historische Formel Vau ist eine Serie im Rahmen der

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